Kalkofes letzte Worte

545. Die nächste Flüchtlingswelle (TVS 04/16)

Nach neuesten Schätzungen der Bundesregierungen muss sich unser Land Anfang Februar auf eine weitere massive Flüchtlingswelle einstellen. Glaubt man den Medien-Experten, so wird sich ein gewaltiger Ansturm verängstigter Bürger während der alkoholisch motivierten religiösen Festlichkeiten rund um den vielerorts gefürchteten ‚Rosenmontag’ aus ihren gewohnten Lebensräumen heraus auf die Flucht begeben. Der Großteil jener Asylsuchenden wird aus den fanatischen Jecken-Zellen der stimmungsterroristischen Hochburgen rund um Köln, Hessen und dem Rheinland erwartet, von denen die meisten versuchen werden, sich in den gemäßigten Norden durchzuschlagen. Aus Angst um Restverstand, Leib und Leber entfernen sich jedes Jahr ganze Horden friedliebender Menschen aus den Krisengebieten, um den aggressiv unlustigen Pappfigur-Umzügen, Propaganda-Sendungen, militärischen Polonäsen-Formationen und gewaltsamen Kamelle-Bewerfungen zu entgehen. Große Sorge bereiten auch die ansteigenden Zahlen von sexuellen Übergriffen ganzer Banden meist maskierter Männer, die sich (ihrer deutschen Muttersprache nicht mehr mächtig) einzeln oder in Gruppen an bevorzugt alleinstehende junge Frauen heranmachen. Besonders häufig zu beobachten sind hier der als Ablenkung fungierende ‚Antanz-Trick’ oder der zu späterer Stunde leicht abgewandelte ‚Vor-die-Füße-Kotz-Trick’.
Problematisch bleibt weiterhin die gespaltene Reaktion der Einheimischen auf die ankommenden Stimmungsflüchtlinge. Während ein Teil sie freundlich hilfsbereit empfängt und ihnen Schutz in spaßbefreiten Auffanglagern gewährt, fürchtet ein anderer den Angriff auf traditionelle deutsche Kultur-Errungenschaften wie Schlechte Witze, alberne Kostümierungen und gepflegten Vollsuff. Regelmäßige Demonstrationen hierzu veranstaltet vor allem die als trinkpopulistisch eingestufte Vereinigung BEGADA (Besoffene Europäer gegen die Ausnüchterung des Abendlands). Immer lauter wird die Kritik an den Medien der so genannten ‚Lügenpresse’, die sich immer noch weigern in der Tagesschau in Reimen zu sprechen und nach jeder Nachricht einen Tusch zu spielen, sowie an der Politik der Bundesregierung, der vorgeworfen wird, die Probleme zunehmend zu verharmlosen und nicht mehr in den Griff zu bekommen. Besonders die CSU fordert deshalb klare Obergrenzen für Weizenbierflüchtlinge und Alk-Asylanten. Wer auf der Flucht vor Zwangsbesäufnissen in Bayern aufgenommen werden will, muss sich den feucht-fröhlichen Bräuchen der Eingeborenen anpassen, sonst ist ein konstanter Lulle-Pegel der Urbevölkerung nicht zu garantieren. Unruhen zwischen traditionell betrunkenen Ureinwohnern und unchristlich nüchternen Auswärtigen sind dann kaum noch zu vermeiden. Auf ihrer jährlichen Weiberfastnachtsrede im Bundestag gemahnte die Kanzlerin erneut zu Ruhe und Besonnenheit: ‚Mer schaffe des, leckst mich am Arsch, Rakete und Narrhalla-Marsch!’ Am Aschermittwoch ist eh alles vorbei.

Unverzeihlich

Kennen Sie noch VERZEIH MIR? Begann als schmalziges Schluchz-Schnief-Format 1992 auf RTL mit Ulla Knapp-im-Schritt, wurde zwei Jahre später eingestellt und 1998 auf SAT1 mit Sonja Zietlow und peppiger Extra-Tragik vorübergehend wieder aufgefrischt. 2011 übernahm Julia Leischik erneut auf RTL, danach wechselte sie zu SAT1 mit BITTE MELDE DICH, wieso Schwiegertochter-Jägerin Vera Int-Veen den Dienst an der RTL-Tränendrüse übernahm. Jetzt aber kehrt Profi Heulsuse Leischik zurück zur peinlichen Pardon-Parade, erneut für SAT1. Verstanden? Ist auch egal. Verzeihen kann man den Scheiß eh nicht.

Weltherrschaft

Schlechte Nachrichten für Menschen, die ein gesundes Gehirn und ihren guten Geschmack bewahren möchten: es wird immer schwieriger, dem Programm von RTL zu entkommen! Denn auf dem Weg zur internationalen TV-Dominanz haben die Kölner nun ihren nächsten großen Schritt gewagt: RTL INTERNATIONAL! Dadurch können und müssen wir nun auch von Afrika über Israel und Australien bis nach Georgien die Genital-Reportagen von EXPLOSIV oder die belanglosen Plattitüden-Lispeleien von PUNKT 12 ertragen. Irgendwo im Fernsehen oder demnächst auch als APP. Kleiner Tipp: Der OFF-Schalter funktioniert glücklicherweise weltweit!

Wahldebakel

Ende Februar soll endlich entschieden werden, wer für Deutschland zum ESC-Sängerwettstreit fahren muss. Eigentlich hatte die ARD ja Softknödler Xavier Naidoo am Publikum vorbei zwangsverpflichtet, aber der wurde durch einen medialen Shitsturm wieder zurück nach Hause geweht. Derzeit stehen die verantwortlichen NDR-Redakteure noch mit Eselsmützen in der Ecke, aber bald schon wird der Song bekannt gegeben, den die Zuschauer dann mit ihrer Stimme positiv bestätigen dürfen. Bekannte Künstler wird man nach der vergangenen Peinlichkeit nicht mehr gewinnen können, der deutsche Beitrag in Stockholm wird daher geplant als Karaoke-Playback zum gemeinschaftlichen Mitsingen.

Termine

Robots
01:25 skycomedy
Löwenzähnchen
08:50 Kika
Fernsehkritik.tv (als free Stream)
20:00 Massengeschmack.tv
Das Leben ist eine Deponie
20:00 Wensendorf Schützenhaus
Das Leben ist eine Deponie
19:30 Salzwedel Kulturhaus
Das Leben ist eine Deponie
20:00 Magdeburg Altes Theater am Jerichower Platz
Das Leben ist eine Deponie
20:00 Cloppenburg Stadthalle
Das Leben ist eine Deponie
20:00 Verden Stadthalle
Das Leben ist eine Deponie
20:00 Höxter Residenz-Stadthalle
Das Leben ist eine Deponie
20:00 Rheine Stadthalle