490. Versprochen! (TVS 26/13)

Immer wieder kommt es vor, dass Prominente durch einen verbalen Fauxpas bzw. einen durch Stress oder Zugluft bedingten Synapsen-Stolperer ungewollt in die Schlagzeilen geraten und Tornado-gleiche Shitstürme im sozialen Netz auslösen. Jüngst verwechselte Markus Lanz bei WETTEN DASS… die Halle in Halle mit der Halle in Leipzig, was allerdings vom ZDF-Redaktionsteam auf Twitter sofort mit Humor aufgefangen werden konnte: #AufbauOst Haha (Smiley) Leipzig–Halle–WTF! Hauptsache Zone! Sieht für uns Wessis halt alles gleich aus. ROFL! – Galant gelöst, alle konnten gemeinsam schmunzeln, der geographische Ausrutscher war im selben Moment vergessen und somit auch kein Thema in der Presse mehr. Ähnlich souverän konterte Helene Fischer ihren Lapsus, als sie in ihrer Verabschiedung die BAMBI-Verleihung mit dem ECHO verwechselte und später in der PK einfach sagte: „Who cares, waren eh längst alle eingeschlafen. Hauptsache ich habe nicht ‚Reichsparteitag’ gesagt oder Bushido einen Preis gegeben!“ Souverän zurück gespielt, damit war sämtlichen Kritikern der Wind aus den Segeln genommen. Spektakulär auch immer noch der Fall Sarah Connor, die in ihrer Interpretation der Nationalhymne einst ungeplant den Klappentext einer Brühwürfelpackung einflocht. Selbst ihr nahm man diesen peinlichen Patzer nicht übel, denn sie konnte glaubhaft erklären, dass man als internationaler Star wie sie diesen ‚popeligen German-Song’ gar nicht kennen muss und sie es auch grundsätzlich nicht gewohnt ist, dass ihr beim Singen jemand zuhört.

Der Fall Waldemar Hartmann ist da wesentlich gravierender. Als Telefonjoker bei Jauch behauptete er fälschlicherweise, Deutschland hätte noch nie die WM im eigenen Land gewonnen. Da es hier nun mal nicht um Pillepalle sondern um Fußball geht, reagierte die Nation zurecht empört. Waldis Pressesprecher sagte dazu: „Die Schuld für diese kapitale Dusseligkeit lag definitiv nicht bei Herrn Hartmann. Er war zu keinem Zeitpunkt als Fußball-Experte vorgesehen, sondern für die Themengebiete Kochen, Erotik und Ballett. Außerdem müssen nach Aussagen seines Pflegers Telefonstreiche vorher mit der Heimleitung abgesprochen werden.“ Egal wie doof seine unbedacht dahin geplapperte Antworts-Arschbombe auch gewesen sein mag – beten wir dass Deutschland ihm irgendwann verzeihen kann!

STARS AM ENDE

DSDS Bizarr

Das L in RTL steht für ‚Überraschung’… oder was es doch das T? Egal – dass bei den Kölnern Gleichbleibungsbeauftragten schon seit Ewigkeiten das immer gleiche Jahresprogramm in der Endlosschleife des Grauens wiederholt wird, hat inzwischen jeder mitbekommen. Veränderung gibt es nur innerhalb der Formate, vor allem durch wechselnde Bohlenbegleitplatzhalter der Casting-Jurys. Richtig crazy wird es demnächst bei DSDS, wo neben Didi jetzt die Berliner Mia-Mieze, Schlager-Ikone und Casting-Gegnerin Marianne Rosenberg sowie Sponge-Brain und Ex-Bushido-Buddy Prince Kay One sitzen werden, unterstützt von Ex-GNTM-Pro7-Stelzvogel Jorge Gonzales. Hier kommt wirklich alles zusammen, was definitiv nicht zusammen gehört, einmal durch den groben Mixer gerührt und im Kotzekübel mit Minz-Oblate serviert. Lecker!

Spaßbegrenzung

Das Schicksal ist gemein: wenn RTL dann doch mal mit zitternder Hose was ausprobiert, werden sie fieserweise nicht sofort mit goldenen Quoten belohnt. So wie jetzt beim neu gestarteten CHRISTINE-SEKRETÄRINNEN-DORFDOC-Sitcom-Dreierpack-Experiment. Lief okay, aber doch mehr in Richtung Schaumwein als Schampus. Nicht genug für den Dicke-Hose-Chefkanal und so fiel schnell die Axt im Fernsehwald bevor der Förster nach einer zweiten Staffel fragen konnte. Was auch nicht extrem bedauerlich ist, aber doch die Chance auf zumindest weitere Versuche des Austritts aus dem alten Hamsterrad erst einmal wieder in den Orkus gespült hat. Also weiter wie gehabt!

Geschichten aus der Gruft

Irgendwie doch ziemlich absurd, wenn SAT1 im Jahr 2013 uralte vor sich hin modernde Konkurrenz-Kamellen vom RTL-Friedhof ausbuddelt, die schon vor 20 Jahren mindestens 30 Jahre zu alt erschienen, um damit dann heute auf ihrem hippen neuen Spartenkanal für etwas ollere Humpel außerhalb der Zielgruppe das Rad der Zeit erneut zurück zu drehen. So gibt es nun auf SAT1 GOLD ein ungewolltes Wiedersehen mit den verstaubt-runzeligen Kadaver-Komödien aus PETER STEINERS THEATERSTADL. Da verstecken sich die Dritten Zähne freiwillig im Glas und das Großhirn zieht den Vorhang zu. Geh, Bappa, net noch mal dieser Schmarr’n!

2017-02-10T01:40:05+00:00

Über den Autor:

Hier schreibt der Chef.

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